Die malerische Unterstadt von Vaison-la-Romaine liegt am Ufer der Ouvèze. Die Stadt zieht sich länglich entlang des Flusses in einer leichten Talsenke der umliegenden Hügel. Die Ouvèze entspringt im Berggebiet der Gemeinde Montauban-sur-l'Ouvèze auf einer Höhe von 840 Meter und mündet schließlich in die Rhône.
Die Ausgrabungen in Vaison-la-Romaine sind die größten in ganz Frankreich. Hauptsächlich stammen sie aus dem 1. und dem 2. Jahrhundert. Der Ort zählte während dieser Zeit bis 10'000 Einwohner. Allein das Amphitheater «Puymin» bot 5'000 bis 6'000 Besuchern Platz. Die Thermalbäder massen bis zu 2'300 m². In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts wurden die Häuser von den Römer verlassen und anschließend geplündert. Die antike Stadt geriet mehr und mehr in Vergessenheit.
Sehenswürdgkeiten Vaison-la-Romaine: Ruinen des «Maison du Dauphin» - Thorbogen, Statue, Säulenruinen: Zeugen einer längst vergangenen Zeit.
Die Ruinen des «Maison du Dauphin» liegen unmittelbar neben dem «Maison du Buste d'Argent». Das Haus des Dauphins sticht besonders heraus. Es ist im typisch pompejanischen Stil erbaut und umfasste eine luxuriöse Resistenz mit einer Fläche von 2'700 m². Zur Ausstattung gehörten Garten und Swimmingpool. Nicht nur aufgrund des Dauphin-Hauses wird Vaison-la-Romaine als französisches Pompej bezeichnet.
Sehenswürdigkeiten Vaison-la-Romaine: Statue entlang der Säulenstraße der antiken Stätte «La Villasse» - Kaiserin Sabina und Kaiser Hadrian - Statue Kaiser Claude.
Öffnungszeiten der antiken Stätte «La Villasse»
April bis September: Montag bis Sonntag jeweils durchgehend von 09:30 bis 18:00 Uhr
März und Oktober: Montag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 12:30 und von 14:00 bis 17:30 Uhr
Februar, November und Dezember: Montag bis Sonntag von 10:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr
Januar/Februar: Im Januar bis Ende der ersten Woche im Februar sind die antiken Stätte «La Villasse» geschlossen.
Monumentalskulptur «Aurea Duo»
Die Skulptur zeigt Kaiserin Sabina zusammen mit Kaiser Hadrian. Das Kunstwerk stammt von César Henao. Die Skulptur wurde aus über 3'800 Edelstahlrohre zusammengesetzt. Kaiserin Sabin war die Ehefrau des römischen Kaiser Hadrian (76 - 138 n. Chr.). Hadrian trug als Herrscher Sorge, die Einheit des Römischen Reiches zu festigen. Um sein Ziel zu erreichen, bereiste er das Römische Reich ausgiebig. Kaiserin Sabina begleitete ihn auf seinen Reisen. Standort: Die Skulptur befindet sich unmittelbar beim Office de Tourisme an der Avenue Général de Gaulle.
Statue «Tête de l'Empereur Claude»
Die Bronzestatue zeigt eine Nachbildung des Kopfs des römischen Kaiser Claudius (Claude). Das Original befindet sich im Archäologischen Museum von Vaison-la-Romaine. Das Werk wurde 2012 zur Feier der Städtepartnerschaft mit Martigny (Schweiz) angefertigt. Claudius (10 - 54 n. Chr.) war von 41 - 54 n. Chr. römischer Kaiser. Claudius wurde in Lyon geboren. Er war damit der erste römische Kaiser, der außerhalb Italiens geboren wurde. Nach der Ermordung seines Neffen - Kaiser Caligula - wurde Claudius als letzter männlicher Erwachsener seiner Familie zum Kaiser gewählt.


Die Römerbrücke ist eines der Wahrzeichen von Vaison-la-Romaine. Die Brücke ist neun Meter breit und etwas über 17 Meter breit. Sie überspannt den Fluss Ouvèze. Die Brücke wurde bereits im 1. Jahrhundert erbaut und wird heute noch durch Fußgänger und Autos genutzt. Die Bogenbrücke verbindet die mittelalterliche Oberstadt mit der Unterstadt.
Die Brücke hielt nicht nur verschiedenen Hochwasser stand, sondern selbst einer Sprengung durch die Besatzungstruppen während dem Zweiten Weltkrieg.
Sehenswürdigkeiten Vaison-la-Romaine: Die Unterstadt ist eine charmante Ansammlung historischer Bauten und Bauten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Die historische Unterstadt ist eine charmante Ansammlung von Bauten aus dem Mittelalter und neuerer Bauten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Stadtkern finden sich nur vereinzelt jüngere Bauten. Um den Place Monfort im Stadtkern findest Du Cafés und Restaurants. Mitten auf dem Platz steht ein kleiner Springbrunnen.
Sehenswürdigkeiten Vaison-la-Romaine: Prächtiger Olivenbaum - Souvenirladen mit typischen Andenken aus der Provence.
Sehenswürdigkeiten Vaison-la-Romaine: Glockenturm der Kathedrale - Artefakt im Innern des Kloster-Kreuzgangs - Galerien des Kreuzganges mit Innenhof.
Der Bau der Kathedrale Notre-Dame-de-Nazareth wurde bereits im 13. Jahrhundert begonnen. Die ursprüngliche Kirche wurde im merowingischen Stil erbaut. Heute ist vorab das Gewölbe der Apsis im ursprünglichen Stil erhalten. Zwei Bischöfe gingen beim Umbau der Kirche nach ihrem Geschmack wenig zimperlich vor, heißt es. Der eine entfernte die Empore kurzerhand aus dem Kirchenschiff, während der andere den Marmor aus dem Chorraum heraus reissen ließ. Die Umbauten erfolgten im romanischen und gotischen Stil.
An die Nordfassade der Kathedrale schließt sich der Kreuzgang des Klosters an. Zwei schmale Türen verbinden den Kreuzgang mit der Kathedrale. Der Kreuzgang wurden zwischen 1010 und 1030 gebaut. Im Kreuzgang werden die Ruinen des Denkmals zu Ehren der beiden Bischöfe von Vaison-la-Romaine - Guillaume II und Guillaume III de Cheisolme - ausgestellt.
Vaison-la-Romaine liegt im nördlichsten Teil der Provence am Fluss Ouvèze. Der Ort liegt rund 20 km (Luftlinie) vom Mont Ventoux und etwas mehr als 30 km von Sault entfernt. Die Entfernung nach Orange, Avignon und Aix-en-Provence betragen rund 25 km, knapp 40 km sowie etwas mehr als 80 km. Das Gebiet um Vaison-la-Romaine ist hügelig bzw. gebirgig, weshalb die Strassenkilometer zum Teil maßgeblich von den angegebenen Luftlinienkilometer abweichen.
Der Ort zählt rund 6'000 Einwohner.