
Streymoy ist die größte der 18 Färöer Inseln. Sie macht rund einen Viertel der gesamten Fläche aus. Rund 40 Prozent der Gesamtbevölkerung wohnt auf der Insel. Sie ist damit auch die dichtbevölkertste Insel. Rund zwei Drittel der Einwohner leben in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer, während der nördliche Teil kaum bewohnt ist. Streymoy heißt zu deutsch «Strömungsinsel». Die starke Gezeitenströmung in der Meeresenge «Sundini», die die beiden Inseln Streymoy und Eysturoy trennt, verlieh der Insel ihren Namen. Streymoy ist der ideale Ausgangspunkt, um die Inseln zu entdecken.
Tórshavn ist die Hauptstadt der Färöer Inseln. Rund ein Drittel der Inselbewohner leben in der Stadt. Die Häuser wurden um den Hafen gebaut, dem Herzen der Stadt. Hier legen die großen Fähren von Dänemark an, die danach weiter nach Island fahren. Die großen Fangschiffe liegen hier ebenfalls von Anker. Die Verbundenheit mit dem Meer, der Nahrungsquelle und Identifikation der Färöer, ist allgegenwärtig. Am Hafen unten liegt das Regierungsviertel «Tinganes», dem ältesten Stadtteil Tórshavn. Tipp: Ein Besuch des Fußball-Nationalstations «Tórsvøllur» ist ein absolutes Muss für jeden Fußballfan. Es steht - von weitem gut sichtbar - etwas oberhalb von Tórshavn. Die Spiele des färöischen Nationalteams sind legendär.
Sehenswürdigkeiten Streymoy: Typische Dachbedeckung eines traditionellen Hauses in Tórshavn - Regierungsgebäude - Hafenviertel - Das legendäre Fußballstadion Tórsvøllur.
Vor ein paar Minuten schien die Sonne, dann kam eine kurze Regenschauer und nun steigen leichte Nebelschwaden die Hügel hinauf und umhüllen die Landschaft mit einer mystischen Stimmung. Abrupte Wetterwechsel, von Sonnenschein zu Regen und Nebel gehören auf den Inseln zum Tagesrhythmus. Wer auf die Insel kommt, lernt schnell: Man fragt nicht, wie das Wetter sein wird. Man packt einfach alles ein und wieder aus. Gerade dieser Wechsel des Wetters macht die Natur derart intensiv erlebbar, die Kraft des umliegenden Meeres derart spürbar und die Verbundenheit der Färöer mit dem Meer unmittelbar nachvollziehbar.
Sehenswürdigkeiten Insel Streymoy: Impressionen entlang der Küste der Insel Streymoy.
Ein Besuch von Kirkjubøur ist schon fast ein Muss. Während Jahrhunderten war das malerische Dorf das kulturelle und geistige Zentrum. Hier wurde der Schafsbrief geschrieben und der größte Mittelalterkönigs Norwegens wuchs hier auf. Drei der wichtigsten Bauten der Färöer Inseln stehen hier. Wenn Du an all dem kein Interesse hast, so ist die Reise schon nur wegen der unschlagbaren Idylle, die der Ort ausströmt, die Reise wert.
Wenn einer der heftigen Stürme des Atlantiks über die Färöer zieht, verwandelt sich der Wasserfall in ein monumentales Naturspektakel. Eindrücklich fallen die großen Wassermengen die zwei Stufen 140 Meter hinunter ins Meer. Wenn ein starker Wind von der Seite bläst, verwehen die Fälle, bevor die Gischt tosend ins Meer fliesst. Der Wasserfall befindet sich in der Nähe von Haldarsvik, einem kleinen Dorf im Norden der Ostküste. Tipp: Den besten Blick auf den Wasserfall hast Du von der Insel Esturoy, auf der Straße in Richtung Eiði.
Kollafjørður ist das längste Dorf der Färöer Inseln. Seine Länge misst insgesamt rund acht Kilometer. Das Fischerdorf liegt malerisch am Fuß eines steil ansteigenden Hügels am gleichnamigen Fjord. Der Kollafjørðurfjord liegt an der Sundini-Meeresenge, zwischen den beiden Hauptinseln Streymoy und Eysturoy. Der Ort wurde erstmals 1584 erwähnt. Seit dem Mittelalter befand sich in Kollafjørður eine Thingstätte.
Sehenswürdigkeiten Insel Streymoy: Schar von Färöer Gänsen - Fangschiffe am Hafen von Kollafjørður - Ausblick über den Kollafjørður-Fjord.
Die Färöer-Ponys sind dem rauen Klima gut angepasst. Sie können mit der kargen Vegetation und dem steinigen Boden gut umgehen. Die Ponys stammen aus der Zeit, als die Wikinger im 9. Jahrhundert die Inseln zu besiedeln begannen. Vor hundert Jahren waren die Ponys über die Inseln weit verbreitet, nahmen dann aber mehr und mehr ab, bis schließlich in den 1960er Jahren der Bestand nur noch fünf reinrassige Tiere betrug. Zwischenzeitlich hat sich der Bestand wieder etwas erholt, mit weniger als 100 Tieren ist die Rasse aber unverändert vom Aussterben bedroht. Die Tiere sind mit einem Stockmaß um die 120 cm recht klein, was auf den dem Atlantikwetter ausgesetzten Inseln ein wichtiger Vorteil ist. Funfact: Manche der Ponys sind in der Lage, sich in fünf Gängen - Schritt, Trab, Galopp sowie Tölt und Pass - zu bewegen.
Hoyvik schließt sich an Tórshavn unmittelbar an. Er ist beliebt für Neubauten und bietet den Bewohnern einen Blick über die Stadt und auf das Meer. Hoyvik ist jedoch viel mehr als ein Vorort von Tórshavn. Die Geschichte des Ortes geht bis weit ins Mittelalter zurück. In Hoyvik befinden sich das Freilichtmuseum «Hoyvíksgarður» und das Nationalmuseum «Tjóðsavnið».
Sehenswürdigkeiten Insel Streymoy: Gebäude des Nationalmuseums «Tjóðsavnið» - Traditionell grasbedeckte Steinhäuser - Gänseschar.
Streymoy ist die größte Insel der Färöer. Sie liegt zwischen den Inseln Vágar und Eysturoy.
Auf der Insel Streymoy leben rund 22'500 Einwohner, davon rund zwei Drittel in Tórshavn. Auf Streymoy leben rund 40 Prozent der Einwohner der Färöer Inseln.