Die Geschichte von Hoyvík geht weit bis ins Mittelalter zurück. 1584 wurde der Ort erstmals schriftlich erwähnt. Zwei vom dänischen König verpachtete Königsbauernhöfe standen in Hoyvík zu dieser Zeit. Einer der beiden Höfe wurden 1982 zum Färöischen Nationalmuseum, ein Freilichtmuseum, umgenutzt. Im Zentrum von Hoyvík steht das Tjóðsavnið, das Nationalmuseum der Färöer Inseln. Auffallend sind die vielen bunten Neubauten. Die Besitzer der Häuser können die Farbe frei auswählen.
Der alte Bauernhof Hoyvíksgarður ist heute ein Freilichtmuseum und Teil des Nationalen Museums der Färöer Inseln. Das eindrückliche Museum zeigt anschaulich, wie die Färöer früher lebten und die Felder bestellten. Das Leben war hart und der Ertrag auf den kargen Böden gering. Die Häuser wurden mit Steinen aus der Umgebung und dem wenigen Holz, das auf den nahezu baumlosen Inseln verfügbar war, gebaut. Die Dächer wurden mit Gras bedeckt, um die Isolierung zu verbessern und den garstigen Wetterbedingungen zu trotzen.
Öffnungszeiten
Die Gebäude sind von anfangs Mai bis Ende September jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.
Adresse
Kúrdalsvegur, Hoyvík
Das Nationalmuseum steht im Zentrum von Hoyvík. Es erzählt und erklärt die regionale Natur- und Kulturgeschichte der Färöer Inseln. Das Museum zeigt die wichtigsten Zeitzeugen der Inseln: die berühmten Kirchenstühle aus dem 15. Jahrhundert von Kirkjubøur, spannende Funde aus der Wikingerzeit, traditionelle Volkstrachten und unter vielem mehr eines der ursprünglichen färöischen Ruderboote.
Öffnungszeiten
Mai bis September: Montag - Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr - Oktober bis April: Donnerstag - Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr.
Adresse
Brekkutún 6, Hoyvík
Ein schmaler Weg führt durch die Schafweide hinunter zu einer kleinen Fischerhütte. Wenn Du magst, so kannst Du hinunter schlendern, dich hinsetzen, den Ausblick genießen und mit deinen Händen die Kälte der rohen See fühlen. Die Temperatur des Atlantiks ist während dem Sommer - im 10-Jahres-Durchschnitt - knapp unter 12°, während dem Winter etwas über 6° Celsius.

Der unbewohnte Holm Hoyvíkshólmur liegt geschätzt 150 Meter vor der Küste von Hoyvík. Der kleine Leuchtturm auf dem Holm wurde 1939 gebaut. Die Färöer zählen insgesamt elf Holme. Hoyvikshólmur ist mit einer Gesamtfläche von 0,8 Hektaren zusammen mit Bablhólmur der kleinste Holm. Der größte Holm ist Tindhólmur mit einer Fläche von 65 Hekaren. Er liegt westlich der Flughafeninsel Vágar.
Die Bezeichnung «Holm» wird im Mittelniederdeutschen, aber auch im Altnordischen und Altenglischen genutzt, um etwas zu bezeichnen, dass von seiner Umgebung herausragt, eine kleine Insel zum Beispiel oder eine kleiner Hügel.
Hoyvik liegt auf Streymoy, der größten Insel der Färöer. Der Ort ist inzwischen mit der Hauptstadt Tórshavn zusammengewachsen und bildet den nördlichen Vorort.
Der Ort zählt etwas mehr als 4'600 Einwohner. Hoyvík ist damit nach Tórshavn und Klaksvík der drittgrößte Ort der Färöer Inseln.