Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur

Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur: Ein kleines Fischerboot steht am Hafen auf Land vor malerischen Häusern mit Grasdächern.
Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur: Die malerischen Gebäude des kleinen Dorfes mit großer Geschichte.

 

Das malerische Kirkjubøur gehört zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Färöer. Der kleine Ort war lange das geistliche und kulturelle Zentrum der Färöer. Kirkjubøur war der Sitz des Bistums Färöer, was den Namen erklärt: Kirjubøur bedeutet Kirchendorf. Neben den malerischen Häusern mit ihren traditionellen Grasdächern finden sich gleich drei der wichtigsten Baudenkmäler im auf den ersten Blick unscheinbaren Dorf: Die Olavskirche, der Magnusdom und den Kirkjubøargarður, den ältesten auf den Inseln erhalten Hof. Er stammt aus der Zeit der Wikinger. Damit noch nicht genug: Der Legende nach wuchs hier der größte Mittelalterkönig Norwegens, Sverre Sigurdsson (1151-1202), auf. 1176 kehrte er zurück nach Norwegen und wurde 1177 König.

 

Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur: Fährhafen Gamlarætt - Kirkjubøargarður - Typische Landstraße

 

Der Kirkjubøargarður ist das älteste noch heute bewohnte Holzhaus Europas. Es wurde bereits im 11. Jahrhundert gebaut. Der Legende nach wurde 1298 durch Bischof Erlendur in einem der Räume der Schafsbrief verfasst. Der Schafsbrief ist das wichtigste und zugleich älteste Dokument der Färöer. Heute bestehen nur noch zwei Abschriften, eine in Tórshavn im Färöischen Nationalarchiv und das andere an der Universität im schwedischen Lund. Die im Schafsbrief aufgeführten Regelungen blieben über Jahrhunderte in Kraft.

 

Die Kirkjubøar kirkja, die Olavs-Kirche, liegt unmittelbar bei der Hafenmauer am Ufer. Die weiße Kirche ist die älteste noch genutzte Kirche auf den Färöer. Obwohl die Kirche ziemlich neu aussieht, gehen ihre Spuren weit bis ins Mittelalter zurück. Drei Bodenfliesen stammen aus dieser Zeit. Unter den Fliesen wurden bei Untersuchungen fünf alte Münzen gefunden. Die älteste Münze stammte aus England und wurde zwischen 1223 und 1235 geprägt. Im Chor der Kirche wurde ein Bischofsgrab aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Die Kirche wurde dem Heiligen Olav geweiht, einem norwegischen König (995 - 1030). Er starb 1030 in der Schlacht im norwegischen Stiklestad. Auf einer seiner Reisen wurde er zum Christentum bekehrt. Nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen und verhalf damit, Norwegen zu christianisieren.

 

Die Kirkjubømúrurin, die Ruine des Magnus-Doms, findest Du am Dorfrand, in unmittelbarer Nähe der Olvaskirche. Die Ruine ist das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk der Färöer. Es steht auf der Warteliste zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ob der Bau, der um 1300 begonnen worden war, beendet wurde, ist unklar. Weshalb er nicht beendet wurde, gibt es zwei Vermutungen. Bischof Erlendur gab den Auftrag für den Bau, musste aber während der Bauzeit fliehen. Die Bauern waren ihm überdrüssig, weil sie die hohen Abgaben für den Bau nicht mehr bezahlen mochten. Eine andere Vermutung geht davon aus, dass die Pest der Grund war. Um das Jahr 1350 wurden die Färöer von der Seuche heimgesucht, rund ein Drittel der Bevölkerung kam ums Lebens. 

 

Der Fährhafen Gamlarætt liegt etwas vor Kirkjubøur. Der Hafen wurde 1992 in Betrieb genommen. Mit der Fähre wird die Verbindung zur Insel Hestur sichergestellt. Die kleine Insel ist lediglich fünf Kilometer lang und rund einen Kilometer breit. Es leben lediglich rund zwei Dutzend Personen auf der Insel. 

 

Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur: Alte Holzhäuser stehen auf einer sanft zum Meer auslaufenden Wiese. Im Hintergrund ist die mit Wolken verhangene Insel Hestur zu erkennen.
Sehenswürdigkeiten Kirkjubøur: Ein idealer Ort, um Idylle hautnah zu erleben.

Abgesehen von der geschichtlichen Bedeutung Kirkjubøurs ist die Reise schon nur der Idylle wegen, die der Ort verströmt, die Reise wert. Die malerischen Holzhäuser mit ihren Grasdächern, die sanft zur Küste auslaufenden Wiesen und die friedlich darauf grasenden Schafe sind Gründe genug, sich hinzusetzen, die Ruhe zu genießen und die Zeit sanft an sich vorbei ziehen zu lassen.

 

Bezaubernde Mode aus Färöer Wolle

Zweiteiliges Ensemble aus naturbelassener Schafwolle. Ein ärmelloser Pullover in brauner Farbe wird über einem beigefarbenen, langärmeligen Rock getragen.
Modisches Design und naturbelassene Schafswolle.

Die Kombination aus Wolle der Färöer Schafe und modernen Designs machten die von der Inselnatur inspirierten Kleidungsstücke nicht nur in Dänemark zum begehrten Must-have.

 

Die Wolle hat einen hohen Lanolingehalt. Er macht sie damit Wasserresistent. Neben den Designerstücken sind aus diesem Grund die wetter- und windtauglichen Pullover der Renner.

 

Laut den färöischen Geschichtsbüchern strickten ursprünglich die Frauen ihren Männern die Pullover mit individuellen Mustern. Der Grund war tragisch, so konnten sie beim Tod auf hoher See auch nach längerer Zeit noch eindeutig identifiziert werden.

Zweiteiliges, hellgraues Kostüm aus naturbelassener Wolle von Färöer Schaffen, zum Kauf ausgestellt am Zaun in der kleinen Gemeinde Kurjubøur.
Die Kleidungsstücke werden individuell hergestellt.

Karte - digital

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Lage

Kirkjubøur liegt an der Westküste am südlichen Ende von Streymoy, der größten Insel der Färöer. 

 

Einwohner

Das kleine Dorf zählt etwas mehr als 70 Einwohner.

 


Färöer Inseln: Die schönsten Sehenswürdigkeiten & besten Reisetipps

In den beiden, im rechten Winkel aneinandergebauten Häuser in roter Farbe und weißen Fensterrähmen befindet sich ein Teil des Museums von Hoyvik.
Hoyvik
Eindrücklich fällt das Wasser des Wasserfalls Fóssa 140 Meter in die Tiefe.
Insel Streymoy
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Portraitfoto Stefan Schär, Autor des Reisblogs «mitREISEnd.ch»
Stefan Schär
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