Der Fischerort Kollafjørður wurde bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Mit einer Länge von acht Kilometer ist der Ort das längste Dorf der Färöer. Der Ort lebt hauptsächlich von der Fischerei. Ein Besuch ist in erster Linie aufgrund des Ausblicks auf den Fjord empfehlenswert, aber auch um mehr über den Fischfang und das Leben der Fischer zu erfahren.
Sehenswürdigkeiten Kollafjørður: Kollafjørður-Fjord - Trawler liegen bei der Fischverarbeitung vor Anker - Schar Färöer Gänse.
Der Fischerort Kollafjørður wurde bereits im 14. Jahrhundert im Hundabrævið, dem Hundebrief, erwähnt. Der Hundebrief war ein Anhang zum Schafsbrief. Er wurde zwischen 1350 und 1400 geschrieben und regelte, wie viele Hunde in den Dörfern gehalten werden durften. Das Halten eines Hundes war nur zum Hüten von Rindern und Schafen erlaubt. Im Brief wurden 40 Dörfer aufgeführt, viele von ihnen zum ersten Mal. Funfact: Der Hundebrief hielt fest, dass ein Hund, der für Menschen oder Vieh als gefährlich eingeschätzt wurde, durch den Besitzer getötet werden muss. Das Gesetz ist unverändert noch heute gültig.
Unten an der Küste findest Du eine Holzkirche. Sie wurde 1837 gebaut. Auf den Inseln stehen lediglich zehn Holzkirchen. Mit dem Várting befand sich ab dem Mittelalter eine Thingstatt in Kollafjørður. Am Várting wurden lokale Entscheide und Gerichtsurteile durch Volksversammlungen beraten und gefällt. Das Várting war dem Løgting von Tórshavn unterstellt, welches das oberste Gericht war. Über die Inseln waren insgesamt sechs Thingstätte für lokale Angelegenheiten zuständig. Sie wurden ursprünglich ein Mal im Jahr, später monatlich durchgeführt.
Die Fahrt nach Kollafjørður führt auf der alten Landstraße durch die eindrücklichen Berge der Insel Streymoy. Du wirst dich mehr als einmal eher in den Alpen als auf einer kleinen Insel mitten im Atlantik fühlen, auf der Du nie mehr als fünf Kilometer von der Küste entfernt sein wirst. Atemberaubende Ausblicke auf den Atlantik wechseln sich mit fesselnden Natureindrücken ab. Wenn Du magst, so kannst Du unterwegs die Wanderschuhe anziehen und eine der vielen Wandermöglichkeiten nutzen.
Die Gänse auf den Färöer leben im Freien, oft mit den Schafen zusammen auf einer Wiese. Sie suchen sich ihr Futter selbstständig. Wenn die Dunkelheit einbricht watscheln sie im Schwarm zu ihren Ställen zurück. Die Tiere legen 10 bis 20 Eier pro Jahr. Ausgewachsen wiegen die weiblichen Gänse rund vier, die männlichen rund fünf Kilogramm. Sie sind eng mit den wilden Graugänsen verwandt.
Achtung: So niedlich die Tiere aussehen, so gefährlich können sie sein. Wenn sie auf Futtersuche sind oder abends zum Stall zurück kehren, können sie unverhofft hinter einer Biegung die Straße überqueren. Das kann bei den steil abfallenden Straßen nicht nur für die Gänse dumm enden.
Kollafjørður liegt am Kollafjørður-Fjord, auf der Ostseite der Insel Streymoy, der größten Insel der Färöer.
Der Ort zählt etwas mehr als 700 Einwohner. Kollafjørður gehört damit zu den größeren Ortschaften der Färöer Inseln.